Konzert der Extraklasse auf Schalke: Helene Fischer am 23. Juni in der VELTINS-Arena

Helene Fischer auf Schalke: Ein Bild, das in den letzten Jahren zu einer fast lieb gewonnenen Tradition geworden ist. Bereits zum vierten Mal gibt sie sich in der Donnerhalle die Ehre. Diesmal reist sie mit einer Show der Extraklasse an, die völlig neue Maßstäbe setzt.

Schon beim Betreten der Arena zieht sie alle Blicke auf sich: die gigantische 360 ° Bühne, auf der Helene Fischer ihr zwanzigjähriges Jubiläum gebührend zelebriert. Dass Helene für visuelle Spektakel bekannt ist, hat sie bereits in der Vergangenheit bewiesen.

Doch mit dieser Tour übertrifft sie alles: Hinter den Kulissen gleicht der Aufbau der 288 Tonnen schweren Konstruktion einer logistischen Meisterleistung. Fünf Tage lang arbeiten knapp 150 Techniker unter Hochdruck, um das Material aus 17 Bühnen- und 48 Produktionstrucks zu entladen. Daraus entsteht eine hochkomplexe Bühnenlandschaft, die die Fans in der VELTINS-Arena hautnah an ihren großen Star bringt.

Bevor die Show allerdings beginnen kann, finden kurz vor dem Einlass noch die letzten Checks und Proben statt. Vor allem die Rigging Konstruktion, die Helene später durch die Luft schweben lässt, wird ausgiebig getestet. Dabei laufen 246 Kettenzüge quer durch die Arena. Danach ist alles angerichtet für einen großartigen Konzertabend vor 53.000 Besuchern-

Kurz vor 16 Uhr ist um die VELTINS-Arena schon einiges los: Viele Fans sind bunt gekleidet und haben sich die verschiedensten Fanutensilien gebastelt. Vom Helene-Fischer-Ultra-T-Shirts bis zu Kappen ist hier von allem etwas dabei. Ganz besonders gefragt ist vor der Show aber vor allem eines: Schatten. Das Wetter meint es zu gut mit den Fans, das Thermometer zeigt 30 Grad an.

Gegen 18 Uhr füllt sich die Arena. Zur Musik von DJane Kobragypsy wird der Menge mit einem bunten Musikmix eingeheizt. Die Kiss Cam sorgt zusätzlich für viele lustige Momente bei Jung und Alt. Der Innenraum gleicht einem Farbenmeer aus Pink und Weiß. Hier und da sticht auch mal ein königsblaues Oberteil hervor.

Dann ist es so weit: Per Flugeinlage quer durchs Stadion eröffnet Helene Fischer die Show der Superlative. Unter tosendem Applaus wird sie von ihren 20 Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne empfangen. Und dann legt sie los: Gespielt wird ein Mix der besten Songs aus den vergangenen 20 Jahren. Ein großes Highlight sind auch die Medleys, mit denen die 41-jährige Sängerin verschiedene Songs kombiniert.

Neben Klassikern wie „Atemlos durch die Nacht“ und „Mit keinem anderen“ sorgt sie für einen Gänsehautmoment nach dem nächsten. Zum Titel „An meiner Seite“ bittet sie ihren Partner und Akrobaten Thomas Seitel auf die Bühne. Mithilfe der Rigging-Konstruktion heben die beiden ab. Gemeinsam schweben sie über den Köpfen der Zuschauer durch die Arena und zeigen eine einzigartige Choreografie. Für viele Fans ist das der Höhepunkt des Abends.

Begleitet wird das emotionale Spektakel von einer technischen Inszenierung, die ihresgleichen sucht. Die Zahlen hinter der Show sorgen wortwörtlich für Atemlosigkeit: Insgesamt über 840 LED-Paneele sorgen für eine Bildproduktion auf einer Gesamtfläche von 780 Quadratmetern. Denn die Geschehen wird auch auf den vielen Displays um die Bühne in besonderem Stil gezeigt. Für die passende Lichttechnik sorgen über 1.200 Scheinwerfer, die die Arena vor allem in den späten Abendstunden in ein spektakuläres Licht tauchen. Die Songs werden zusätzlich immer wieder von Spezialeffekten flankiert: 36 Flammenwerfer und 200 Kilogramm Konfetti, komplettiert von 1.000 pyrotechnischen Effekten, setzen der Show die Krone auf.

Um 22.32 Uhr gehen die Lichter in der Arena aus. Die Zuschauer fordern lautstark eine Zugabe. Und die hat es in sich: Ein kurzer Rückblick auf die letzten 20 Jahre leitet das Finale ein. Danach bringt Helene mit ihrer neuen Single „Heute Nacht“ die Halle ein letztes Mal zum Beben.

Zum Abschied richtet sie letzte Worte an das Publikum und bedankt sich für die tolle Atmosphäre: „Ich denke, das sind die Momente, die uns ganz lange in Erinnerung bleiben! Gelsenkirchen, ihr wart großartig.“

Während die Abbauarbeiten von Bühne und Technik bereits laufen, machen sich Helene Fischer und ihr Team auf den Weg zum nächsten Stopp in Köln. Was bleibt, sind Erinnerungen an einen besonderen Abend in der VELTINS-Arena.